
Hartes Wasser ist Wasser mit einem Überschuss an Calcium- und Magnesiumsalzen. Es bringt eine ganze Reihe alltäglicher Probleme mit sich: lästigen Kalkstein im Wasserkocher, hartnäckige Kalkablagerungen an Armaturen und Spüle, weiße Flecken auf dem Geschirr und einen charakteristischen fettigen Film auf der Oberfläche von Tee.
Temporäre vs. permanente Härte: Die temporäre Härte (verursacht durch Calcium- und Magnesiumbicarbonate) wird durch Kochen beseitigt, wobei sich ein unlöslicher Niederschlag bildet – der bekannte Kesselstein. Die permanente Härte bleibt jedoch auch nach dem Kochen im Wasser bestehen.
Hartes Wasser belastet sowohl Ihr Haushaltsbudget als auch Ihre Gesundheit und Ihr Erscheinungsbild. Zum Glück ist die Enthärtung zu Hause ein vollkommen lösbares Problem.
Was Bestimmt die Wasserhärte?
Das hängt ganz von der Quelle ab. In manchen Regionen ist das Wasser von Natur aus weich, in anderen extrem hart. Je mehr Kalkgestein im Boden vorhanden ist, durch den das Wasser fließt, desto höher ist seine Härte. Da die Wasserversorger keine zentrale Enthärtung vornehmen, liegt diese Aufgabe in den Händen der Wohnungs- und Hausbesitzer selbst.
Was Bringt Uns Weiches Wasser?
- Ersparnis: Sie benötigen 3–4 Mal weniger Wasch- und Reinigungsmittel.
- Sauberkeit: Schmutz lässt sich viel leichter aus Kleidung und Geschirr auswaschen.
- Geräteschutz: Rohre und Heizelemente bleiben sauber. Ohne Kalkablagerungen laufen Geräte bis zu 15 Jahre ohne Reparatur.
- Niedrigere Kosten: Kalkstein verschlechtert die Wärmeübertragung – weiches Wasser senkt den Stromverbrauch.

Auswirkungen auf Gesundheit und Schönheit:
- Verringert das Risiko der Bildung von Nierensteinen.
- Belastet das Herz-Kreislauf-System nicht.
- Haare behalten ihren Glanz, werden weicher und lassen sich leicht kämmen.
- Empfindliche Haut wird vor Austrocknung und Reizungen geschützt.
- Verringert das Risiko, bei Kindern Allergien und Ekzeme auszulösen.
Einheiten und Standards für Wasserhärte
Die Wasserhärte wird durch die Konzentration von Calcium- und Magnesiumionen bestimmt. In der Praxis werden verschiedene Maßeinheiten verwendet (deutsche Grade °dH, Milliäquivalent pro Liter mg-eq/l u. a.).
| Wasserkategorie | Härtegrad | Wirkung und Gefühl |
|---|---|---|
| Weiches Wasser | Bis 3°dH (unter 1,5 mg-eq/l) | Ideal zum Trinken (bis 2°dH), hinterlässt keine Rückstände, hautschonend. |
| Mittelhartes Wasser | 3 - 6°dH (1,5 - 3 mg-eq/l) | Leichte Kalkablagerungen beginnen sich in Wasserkochern und Geräten zu bilden. |
| Hartes Wasser | Über 6-7°dH (über 3,5 mg-eq/l) | Verursacht spürbare Beeinträchtigungen: weiße Flecken, ein Film auf Tee, verstopfte Perlatoren. |
Warum Ist Es Wichtig, die Genaue Härte Ihres Wassers zu Kennen?
Methoden zur Bestimmung der Wasserhärte
1. Laboranalyse: Dies ist die zuverlässigste Methode. Die Untersuchung in einem spezialisierten Labor liefert präzise Daten nicht nur zu Calcium und Magnesium, sondern auch zum Vorhandensein von Nitraten, Eisen, Mangan und organischer Verunreinigung – ein äußerst wichtiger Schritt bei der Auswahl von Systemen für Häuser und Ferienhäuser mit eigener Wasserquelle (Bohrbrunnen oder Brunnen).
2. Schnellteststreifen: Erhältlich in Fachgeschäften für Aquaristik oder Kaffeemaschinen. Bei Kontakt mit Wasser verfärbt sich das Reagenzpapier, dessen Farbe Sie mit einer Skala vergleichen. Diese Methode liefert eine schnelle, aber nur ungefähre Einschätzung.
* Hinweis: Ein häufiger Fehler ist die Verwendung eines TDS-Messgeräts zur Messung der Wasserhärte. Dieses Gerät misst die gesamte elektrische Leitfähigkeit (alle gelösten Salze zusammen), nicht speziell die Härtesalze. Wasser, das mit gewöhnlichem Kochsalz versetzt wurde, zeigt einen hohen TDS-Wert, ist aber tatsächlich weich.
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